Kein Scherz zum 11.11.11 – Wirtschaftsprofessor: Euro am Ende, vielleicht schon nächste Woche – Nobelpreisträger: Euro-Projekt war schrecklicher Fehler

Leipzig/Köln/Düsseldorf, 11. Nopvember 2011 (ADN). Die Euro-Währung befindet sich im Tiefflug. Ihr Stern sinkt rapide und zerplatzt bald. Ihr Ende kommt spätestens in zwei, drei, vier Jahren. Das prognostiziert der Wirtschaftswissenschaftler, Prof.  Stefan Homburg von der Leibniz-Universität Hannover. Er bejahte am heutigen Freitag im Deutschlandfunk die Frage, ob er den Euro schon abgeschrieben habe. Eine Verzögerung von wenigen Jahren sei allerdings nur noch durch irgendwelche drastischen Maßnahmen und Rechtsverstöße der Staats- und Regierungschefs möglich. Es könne aber auch sein, „dass uns schon nächste Woche gesagt wird, so geht es nicht weiter.“Auf das Insistieren des Moderators, was dann kommt, sagte Homburg:“Dann wird der Reset-Knopf gedrückt und dann kommt ein Neuanfang.“ Es könne sein, dass Deutschland zu einer eigenen Währung zurückkehrt oder einen kleinen Währungsverbund mit Österreich und den Niederlanden bildet. „Aber, dass der Euro zum Erfolg zurückgeführt wird, das ist nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen“. Mit dieser Aussage versetzte Homburg dem Moderator zum Ende des Gesprächs einen hörbaren Schock.

Der niedersächsische Ökonmom, berief sich zudem auf die jüngste Aussage von Nobelpreisträger Paul Krugman. Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler teilte in einem heute im „Handelsblatt“ veröffentlichten Interview mit, dass das Euro-Projekt ein schrecklicher Fehler gewesen ist. Es gebe keinen gemeinsamen homogenen Wirtschaftsraum. Damit fehle auch die Voraussetzung für eine gemeinsame Währung.

Nach den Worten von Krugman ist Griechenenland einfach fundamental insolvent und auch wenn die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung mit 50 Prozent moderat gesenkt werde, bleibe immer noch ein hoher Schuldenberg für längere Zeit. Es gebe deshalb gute Argumente für einen noch höheren Schnitt. Er könne bei 70 Prozent liegen. Der Amerikaner bezeichnete auch Portugal für insolvent. Eventuell sei das auch in Irland der Fall. Es gelte jedoch nicht für Italien und Spanien. Allerdings nur unter dem Vorbehalt, dass die beiden Länder nicht unter spekulativen Attacken der Märkte zusammenbrechen. ++ (nö/mgn/11.11.11 – 18)

Quelle: Nachrichtenagentur ADN vom 11.11.2011

Über staseve

Die Arbeitsgemeinschaft Staatlicher Selbstverwaltungen wurde am 06. November 2010 gegründet.
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8 Antworten zu Kein Scherz zum 11.11.11 – Wirtschaftsprofessor: Euro am Ende, vielleicht schon nächste Woche – Nobelpreisträger: Euro-Projekt war schrecklicher Fehler

  1. MAXreport schreibt:

    Die Krise ist gewaltig”
    Wirtschaftsexperte und Buchautor Walter Sonnleitner war am Montag LIVE- Studiogast beim österreichischen Privatradio “Antenne Kärnten”. Er hat Fragen rund um die EURO Krise, Staatspleiten und persönliche Vorsorge beantwortet. Hier können Sie die wichtigsten Antworten noch einmal nachhören.
    Aussagen:
    Papiergeld ist Fetzengeld…
    Der Euro wird nicht überleben…

    http://www.antenne.at/index.php?id=1587

  2. uhupardo schreibt:

    Prof. Stefan Homburg ist kaum zu widersprechen.
    Sich allerdings ausgerechnet auf Paul Krugmann zu berufen, ist schon ein starkes Stück. Die Schuldenweltmeister aus den USA mahnen die Europäer! Dazu gehórt ein gehöriges Stück Unverfrorenheit: “Der mit hohem Sendungsbewusstsein gesegnete Ratgeber USA bringt es in der offiziellen Zählung auf rund 288% im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung.”
    http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=b786f4acad&tx_t3blog_pi1daxBlogListshowUid=10910

    Die Probleme Europas werden wie der Krümel erscheinen, wenn “die Märkte” endlich öffentlich eingestehen müssen, dass es keinen “Rettungsschirm” geben kann, der gross genug ist, die USA aus dem Dreck zu ziehen. Denn dort (und in England) liegt das wirkliche Problem.

    Wer glaubt, die derzeitige Situation sei ein Desaster, wird sich noch wundern. Das Desaster hat noch nicht einmal begonnen!

    Saludos del Uhupardo
    http://uhupardo.wordpress.com/2011/11/03/griechenland-ist-unwichtig-der-tag-nach-dem-crash/

  3. 50%… 70%… Das funktioniert alles nicht. Das einzig was wirklich funktioniert, ist ein 100%iger Schuldenschnitt und zwar nicht nur für Griechenland, sondern für alle Staaten, Firmen und Privatpersonen.

  4. Angela Brederecke schreibt:

    Die Schuldenlast Griechenlands haben US Staaten wie Kalifornien wohl als jährliche Neuverschuldung. Griechenland wurde von den finanzkapitalistischen Verbrecherbanden nur als erstes Euroland angegriffen, weil die Griechen traditionell eine relativ hohe Bereitschaft zeigen, soziale Errungenschaften zu verteidigen.
    Mir ist egal, ob ich von den Bonzen um die Mark, den Euro oder sonst was beschissen werde.
    Um die Menschen zu schützen, die allen gesellschaftlichen Reichtum erarbeiten, brauchen wir Ansätze die Früchte unserer Arbeit gerechter zu verteilen!
    Banken und Konzerne nationalisieren!
    Schuldenschnitt für Alle!
    Zinsknechtschaft verbieten!
    10€ Mindestlohn, weltweit!
    Keine Zwangsarbeit unter dem Mindestlohn!

  5. Roland Krast schreibt:

    Man braucht kein “Experte” zu sein um zu wissen, daß JEDES System, das auf Zins/Zinseszins basiert, über kurz oder lang scheitern muss ! Das unaufhörlich, wirklich dumme Gerede von “Wachtstum” kommt selbst bei Leuten, die nur ein wenig Rechnen können, sehr schnell an die Grenzen. Es KANN kein permanentes “Wachstum” geben in einer endlichen Welt……….

  6. Frank Wolfgang Richter schreibt:

    Der EUROtz dient einzig und alleine dazu, dass deutsche Volk weiter am Boden zu halten und bis zum Letzten auszusaugen!
    Da die neue – alte Besatzerwaehrung DM bereits in England gedruckt wurde und in DEUTSCH nach dem EUROtz-Crash zur Ausgabe gelangt, wird sich dadurch am Elend des deutschen Volkes nichts aendern, da das nur ein neuer Betrug ist!

  7. uhupardo schreibt:

    Frank Wolfgang Richter, “das deutsche Volk” spielt eine kleine Nebenrolle in einem riesigen Stück. Es nützt nichts, immer die Bauchnabelschau bemühen zu wollen, wo sie nichts nützt und niemandem ein Stück weiter bringt, nicht mal Ihr ureigenes Interesse.

    Saludos del Uhupardo
    http://uhupardo.wordpress.com/2011/11/13/system-crash-kommt-nach-den-us-wahlen/

  8. Horst G Ludwig schreibt:

    Ist es nicht zum Brechen? 1985 bis 1995 nur vorgewarnt ohne nichtmals von den heutigen “Experten” angehört zu werden, 1995 bis 2005 nur noch Alternativen angeboten, die schlecht von den heutigen “Experten” weitergetragen wurden (oder auch nicht verstanden wurden) und das Ende vom Lied…….??? 2012 ist es aus mit Europa, 2013/14 aus mit China, wer zweifelt da noch?
    Nationalistisches Geblöke macht da auch kein Pflaster mehr drauf, ganz im Gegenteil werden die Gesellschaften völlig auseinanderbrechen, werden die Systembetreiber und Systemnachbeter nicht endlich durch einen wundersamen Knopfdruck von der Bildfläche radiert.
    Ende aus, kapiert es endlich und rettet Euch nach Südamerika (Kolumbine vor allem) wo es noch Wachstum und improvisationsfreudige Menschen gibt.

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