In einer Analyse der Investmentbank Morgan Stanley werden für Europa nur noch zwei mögliche Szenarien aufgezeigt: Entweder kommt die EU beim nächsten Gipfel am 9. Dezember mit einer überzeugenden Lösung zu einer umfassenden Fiskalunion, oder wir erleben einen echten Bank Run.
Nach Ansicht der US-Investmentbank Morgan Stanley wird sich der bereits zu erkennende Bank Run – Flucht aus dem griechischen Euro, aus dem französischen Euro – signifikant beschleunigen. Schon heute beobachten wir in den Berliner Filialen von deutschen Banken ausländische Kunden, die sich mit ganzen Geldsäcken irischer oder italienischer Euros anstellen, um Berliner Immobilien zu kaufen. Dem globalen Bankensystem entsprechend, sind das unzweifelhaft die ersten Anzeichen eines Bank Runs, weil die Leute ihre nationalen Euros aus den Banken abziehen und in andere, vermeintlich sicherere Anlagen stecken.
Arnaud Marès von Morgan Stanley gilt als ein origineller Prophet. Seine Prognosen, wie etwa zur Entwicklung in Griechenland, sind ziemlich genau eingetreten. Genau vor einem Jahr hatte Marès geschrieben, dass Europa ein Jahr Zeit habe, das Schuldenproblem zu lösen.
Theaterplakat von 1895 für ein Stück, welches eine sehr realistische Darstellung eines Bank Run verspricht. (Foto: Wikipedia)
Nun hat er eine neue Analyse vorgelegt. Unter dem Titel „Europe in the Balance“ stellt er fest, dass „uns die Zeit davonläuft“. Es bleiben nur noch wenige Tage, bis die Staatsschuldenkrise in ein echtes Katastrophenszenario kippen könne. Als Wendepunkt nennt er den 9. Dezember. An diesem Tag findet der nächste EU-Gipfel statt. Dort müsse die finale Entscheidung über die Zukunft des Euro fallen. Marès schreibt, dass sich nun die Entscheidung der Zukunft in Sinne Hamlets anbahnt: Sein oder Nicht-Sein also für Europa.
Europa müsse sofort einen verbindlichen Plan vorlegen, wie eine Fiskalunion aussehe. Die bisherige Kapitalflucht aus Europa, insbesondere aus Banken und Staatsanleihen, ist in Marès Sicht der Anfang einer gigantischen Misstrauenswelle, die, wenn sie nicht gestoppt wird, in einem klassischen Bank Run mit allen dazugehörenden Begleiterscheinungen enden wird.
Für Marès ist eine vollintegrierte Finanzunion die einzige Chance, die gemeinsame Währung zu retten. Als Gründe nennt er die Notwendigkeit einer „Balance von fiskalischer Kontrolle und Finanzierung“. Wenn nur einfach Geld in die Märkte gepumpt werde, ohne gleichzeitig die fiskalischen Rahmenbedingungen zu verändern, sei dies sinnlos. Deswegen hält Marès die jüngste Intervention der Notenbanken für überflüssig und wirkungslos. Weil die Europäische Zentralbank (EZB) eben keine echte Zentralbank ist, ist sie entgegen allen Beteuerungen gezwungen, Geld für politische Zwecke zu drucken. Im Vergleich dazu kann man die Statuten der US-Notenbank betrachten: Dort steht deutlich geschrieben, dass es der Fed verboten ist, Geld für politische Zwecke zu drucken. Für die Haushaltssanierung der USA ist nicht die Fed, sondern sind die politischen Organe zuständig. Auch wenn dies nur eine Theorie ist – in der europäischen Konstruktion fehlt sogar die Theorie. Denn es gibt eine Entkoppelung der Fiskalpolitik (dezentral) von der Geldpolitik (zentral).
Dieser Kardinalfehler muss sofort behoben werden. Europa muss eine Föderation werden, in der alle wirtschafts- und fiskalpolitischen Entscheidungen in Brüssel getroffen werden müssen – wenn man den Euro weiter als gemeinsame Währung haben will.
Damit kommt der Morgan Stanley Analyst zur europäischen Gretchenfrage: Glauben die Europäer an den lieben Gott Euro? Denn eine solche Integration müsste schnell gehen. Marès fragt zweifelnd, ob all die verfassungsrechtlichen Regularien in der Union und in den Mitgliedsstaaten schnell genug erfüllt werden müssten. Wenn ja – können sich die europäischen Regierungen bis zum 9. November verbindlich auf solche eine Föderation festlegen? Wie sollen sie dies ihren Wähler erklären? Und wie lange dauern die Prozesse der Ratifikation und Implementierung?
Marès Schlussfolgerungen sind knallhart: Wenn auch nur eine einzige dieser Fragen nicht positiv beantwortet werden kann, dann wird sich der Bank Run beschleunigen und alle Segmente erfassen. Er würde dann auch nicht mehr aufzuhalten sein – mit allen Konsequenzen, die ein solcher Run mit sich bringt.
Zwar beschäftigt sich der Analyst in seinem Papier noch kurz mit der Möglichkeit von Euro-Bonds und anderen technischen Möglichkeiten, die die Grundlage einer Fiskal-Föderation sein könnten. Doch die Europäer wissen, dass mehrere der Kernfragen mit Nein beantwortet werden. Und dass die notwendigen Zeitpläne mit den Kaskaden der Marktentwicklungen nicht Schritt halten können. Ob der 9. Dezember nun wirklich Europas „D-Day“ wird, wie der Finanzblog Zerohedge schreibt, ist unklar. Klar ist jedoch die Essenz der Botschaft von Morgan Stanley: Es wird verdammt eng.
Quelle: Deutsche Mittelstandsnachrichten vom 02.12.11 – 01:29 Uhr
Da lachen ja die Hühner : Zur sog. “Fiskalunion” müßten die Verfassungen der Teilnehmerstaaten des EURO allesamt geändert worden sein, um den EURO noch am Leben zu erhalten.
Nur durch einen Putsch kommen wäre das – rein technisch – umsetzbar.
Die von mir hochgeschätzten DEUTSCHEN MITTELSTANDSNACHRICHTEN – als Informationsquelle zur sog. “Eurokrise” – berichten parallel, daß der französische Westentaschen-Napoleon Sarkozy es kategorisch ablehnt, staatliche Souveränität seiner ‘GRRRRRAND NATION’ an Brüssel abzugeben.
Insofern wird der kommende Gipfel wohl nur noch das Ende des Euro als Resultat haben !
Die vielzitierten Märkte werden sich von dieser ergebnisfreien, europäischen Dauer-Gipfelitis jedenfalls nicht mehr beeindrucken lassen.
Jetzt rächt sich bitter, dass die Regierungen Europas allesamt NIE ihre Völker mit auf den Weg genommen haben. Dass die Völker von den Politikern ausnahmslos belogen, bestohlen und betrogen werden. Gerade, wenn es um die Geschichte (Deutschlands) Europas hin zu einem geeinten Europa der Vaterländer geht, hätte man ehrliche Aufklärung betreiben müssen. Aber man wollte und will ja in Wirklichkeit gar kein Europa der Vaterländer, sondern ein versklavtes Europa, das nur noch von Häschern wie Goldman Sachs und Co. regiert und ausgebeutet wird. Ein Europa, das seine Demokratie, seinen Wohlstand und seine Freiheit verloren hat, damit eine winzige Finanz-Elite, Vampiren gleich, die Völker buchstäblich aussaugen und für seine widerlichen gierigen Zwecke missbrauchen kann.- Man kann eben die Geschichte nicht ausblenden, überspringen, verbieten, in irgendeine politische Ecke drängen, das Volk dauerhaft für dumm verkaufen, angeblich alternativlose Ideen verordnen, die Völker zu etwas zwingen, was sie SO jedenfalls nicht wollen!
Joe Ackermann (Deutsche Bank) soll den Politikern eine regelrechte Standpauke gehalten haben wegen deren Zickzack-Kurs beim EURO-Krisen-Managment.
Und – man höre und staune – das Tabuwort WÄHRUNGSREFORM soll dabei gefallen sein
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,801329,00.html
Was sagt man dazu ?
Angst, daß der Schuldige vom enteigneten Sparer bestraft wird ?
Oder Eingeständnis : Das wars mit dem EURO……. ?
Genau so ist es, Selbstverwalter…^^ Aber ich bin der Meinung, dass sich der Euro noch bis mindestens Februar 2012 schleppen wird. Im wahrsten Sinne des Wortes “WahnWitzig” die Nachrichtenmeldung von gestern, dass die Wirtschaft in Deutschland irrsinnig stabil sei und deshalb die Arbeitslosenquote auf unter 6 % gesunken wäre! *Von dem Lachanfall und dem Kopfgeschüttel muss man sich erst mal erholen….
Zutreffende Prognosen zum EURO-Untergang können wegen der Gemengelage nicht exakt vorhergesagt werden.
Nur soweit : Er wird nicht mehr lange leben, weil sich die – Albert Einstein nannte sie zynisch, stärksten Kräfte des Universums – Zins.- und Zinseszinsrechnung, die in der “Schuldenkrise” den Hauptfaktor bilden, nicht außer Kraft gesetzt werden können.
Und insofern sind die Verlautbarungen vom “ewigen EURO” nur mit jenen Phraseologien vergleichbar, die als “Durchhalteparolen aus dem Führerbunker” jedermann bekannt sind.
Was hier geschieht, ist der größte Raubzug auf die Menschheitsgeschichte – initiiert von der Hochfinanz – die es je gegeben hat. Und “unsere” Politiker werden sich – als deren Handlanger – in absehbarer Zeit zu verantworten haben, bzw. vor dem Mob Millionen enteigneter Sparer (“haircut”) flüchten.
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Amschel Mayer ROTH(S)CHILD, (1773-1855) Urvater der gleichnamigen Hochfinanz-Dynastie
9. Dezember 2011 : Tag der Entscheidung !
Der bekannte Edelmetallhändler Clive Maund hat sich in einem Interview über die Schuldenkrise der westlichen Länder geäußert. Dabei sagte er, er eine Hyperinflation wie in Zimbabwe, gefolgt von einer wirtschaftlichen Depression sei für ihn das wahrscheinlichste Zukunftszenario für Europa und die USA, falls wir nicht endlich einen drastischen Schuldenschnitt durchführten.
Klartext :
Entweder drastischer Schuldenschnitt mit Währungsreform (EURO-Ende !) oder Hyperinflation, wie wir sie zuletzt in der Weimarer Republik in den Anfangsjahren gesehen haben.
Das bedeutet die Wahl zu haben wischen sofortigem Verlust – auch Totalverlust – der Sparguthaben oder auf schleichendem Wege durch “Entschuldung” mittels Inflation
Also ganz “Methode ROTHSCHILD”……
Viele “Nullen” also nicht mehr nur in der Politik, sondern auch auf den “Geld”-SCHEINEN……. :-O
Hallo liebe Redaktion,
ist nicht wirklich wichtig, aber habt Ihr noch Sommerzeit in den Kommentaren?
Nein das hängt damit zusammen, dass das Portal eine Amerikanisch-Englich-Australische Firma betreibt und deren Zeit an den Orten an denen der Server lagert in der Software ausgewiesen wird!