Der CDU-Innenpolitiker Bosbach will dem zweiten Rettungspaket für Griechenland im Bundestag nicht zustimmen. Zur Begründung sagte er der “Passauer Neuen Presse”, die Euro-Zone marschiere weiter mit großen Schritten in Richtung Haftungsunion. Dabei gehe sie zu Lasten künftiger Generationen Risiken ein, die er für unvertretbar halte. Bedenken hat auch der Bund der Steuerzahler. Verbandspräsident Däke forderte den Bundestag, der am Montag über das 130-Milliarden-Paket entscheiden will, auf, den neuen Hilfen nicht zuzustimmen. Die Steuerzahler seien nämlich einmal mehr die Verlierer, meinte er in der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Däke verlangte eine stärkere Beteiligung der privaten Gläubiger, da die Banken bereits einen erheblichen Teil ihrer Risiko-Positionen über den öffentlichen Sektor entsorgt hätten.
Quelle: Deutschlandfunk vom 22.02.2012