München – Schrecksekunden im Bayerischen Landtag: Ein herabstürzendes Gemälde hat im Maximilianeum die CSU-Abgeordnete Ingrid Heckner getroffen und am Kopf verletzt.
Ingrid HecknerCSU-Abgeordnete aus Altötting
Das schwere Bild löste sich im Wandelgang des Parlaments, während Heckner direkt darunter an einem Besprechungstisch saß.
Die Altöttinger CSU-Politikerin hatte Glück im Unglück: Die Schreie der umstehenden Abgeordneten, die das Bild kippen und fallen sahen, schreckten sie auf – sie riss die Arme schützend über den Kopf. Zudem verfehlte sie der massive Holzrahmen um wenige Zentimeter, er schlug auf dem Boden auf und barst. Heckner wurde lediglich von der Spanplatte auf der Rückseite des Bildes getroffen und kam so mit einer Beule am Kopf davon.
Die 61-Jährige reagierte gefasst, sie will keine weiteren Schritte einleiten. Warum sich das großformatige Landschaftsgemälde in dem langen Gang hinter dem Plenarsaal gelöst hat, ist unklar. Offenbar hatte sich die Halterung in den vergangenen Monaten gelockert, das Bild wurde dann von einer Windböe erfasst. „Ich danke ihrem Schutzengel“, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm schwer erschüttert.
cd
Quelle: Münchner Merkur-online vom 20.07.2012