Mehr als zwei Dutzend Opfer – Organspende-Skandal am Göttinger Uniklinikum

 

Göttingen - Am Universitätsklinikum Göttingen wurden offenbar in großem Stil Organe verschoben. Dabei wurden Menschen für kränker erklärt, als sie wirklich waren.

Wie die “Süddeutsche Zeitung“ berichtet, fälschten Ärzte dort Krankenakten, um ausgewählten Patienten eine Spenderleber zu verschaffen. Der Fall eines einzelnen russischen Patienten war bereits im Juni bekannt geworden. Nun berichtet die Zeitung, dass es sich insgesamt um mehr als zwei Dutzend Patienten handeln soll.

Ermittlungen ergaben, dass jeweils Dialyseprotokolle gefälscht oder frei erfunden und Laborwerte manipuliert wurden. Auf diese Weise seien die Patienten auf dem Papier als kränker erschienen, als sie in Wirklichkeit waren. Sie bekamen deshalb schneller eine Spenderleber von der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant zugeteilt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bisher gegen einen Oberarzt.

dapd

Quelle: Süddeutsche Zeitung und Münchner Merkur vom 20.07.2012

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