Washington hilft insgeheim den Meuterern in Syrien

4.08.2012, 10:21

Washington hilft insgeheim den Meuterern in Syrien

Foto: EPA

Der USA-Präsident, Baraсk Obama, hat persönlich die Entsendung von Agenten der Geheimdienste zwecks Hilfeleistung an die syrischen Aufständischen sanktioniert, teilen Massenmedien unter Berufung auf eine Quelle im Weißen Haus mit

Außer der Hilfe, die im Rahmen der CIA geleistet werde, handle es sich um ständige Waffenlieferungen. Dabei liefert die Türkei an die syrischen Aufständischen tragbare Fliegerabwehrkomplexe. Die Handlungen Ankaras und Washingtons haben den Plan von Kofi Annan für die friedliche Beilegung der Krise vereitelt. Politologen stellen fest, dass es zu einer Intervention in Syrien dennoch, sogar unter Umgehung einer Sanktion des UNO-Sicherheitsrates, kommen werde.

Nach Angaben der Reuter-Agentur beziehen Kämpfer der Syrischen freien Armee Hilfe von Washington: Das habe der Präsident persönlich vor einigen Monaten angeordnet. Zu einem geheimen Stützpunkt in der Türkei wurden Vertreter der amerikanischen Geheimdienste abgeordnet. Gerade dort, im Raum der Stadt Adan, befindet sich ein Standort der syrischen Aufständischen. Weder im Weißen Haus noch im Nationalen Sicherheitsrat der USA werden diese Mitteilungen kommentiert. Eine offizielle Bestätigung dieses Abfließens von Informationen sei lediglich eine Frage der Zeit, dessen ist sich der Orientalist, Boris Dolgow, sicher

„Die USA liefern über die CIA und über die türkischen Kanäle Waffen an die Aufständischen der Syrischen freien Armee und die anderen radikalen Organisationen und finanzieren sie. Das ist schon seit langem bekannt. In der Türkei gibt es einen Stützpunkt, Inzirlik. Im Raum dieses Stützpunktes befindet sich der Stab der so genannten bewaffneten Gruppierungen syrischer Aufständischer. Im Stützpunkt halten sich Vertreter der CIA auf, die Kontakte zu türkischen Vertretern wahrnehmen. Seit langem erfolgen die Lieferungen von Rüstungen, insbesondere von Panzerabwehrmitteln.“

Washington hilft den Kämpfern in Syrien auch materiell. Das State Departement der USA hat $ 25 Millionen für die „Belange des nicht militärischen Charakters“, darunter für die Lieferungen von Kommunikationsmitteln, bewilligt. Außer den USA arbeitet die Türkei mit den Meuterern aktiv zusammen. Nach unterschiedlichen Angaben seien an die Aufständischen in den letzten Monaten nicht nur Partien von Schützenwaffen, sondern auch tragbare Fliegerabwehrkomplexe versendet worden. Die Handlungen Ankaras und Washingtons verlagern den Konflikt in Syrien auf eine neue Ebene, stellt der Politologe und Orientalist, Gumer Issajew, fest:

„Solche Rüstungslieferungen stellen unbedingt eine Verletzung der Prinzipien dar, die dem Plan von Kofi Annan zugrunde gelegt worden sind. Vor dem Hintergrund der friedfertigen Initiativen ist die Lieferung von Rüstungen an eine der am Konflikt beteiligten Parteien zu verzeichnen, und es ist schlicht und einfach absurd, da von einer Beilegung zu sprechen. Wir haben Erklärungen amerikanischer und türkischer Vertreter gehört, dass die Aufständischen unterstützt werden, und das gilt als normal. Dabei würde ich eine gewisse Hysterie wegen der russischen Rüstungslieferungen feststellen, was einen Teil der bilateralen Beziehungen zwischen den Staaten darstellt. Doch der Westen setzt alle Hebel in Bewegung, um seine Lieferungen zu rechtfertigen.“

Experten stellen fest, dass jetzt im Grunde genommen Vorbereitungen zur eventuellen Invasion in Syrien unter Umgehung der UNO-Entschließung im Gange seien. Im Sicherheitsrat wird das Gewaltszenario von Russland und China blockiert. Nichtsdestoweniger versuchten die Sponsoren der syrischen Opposition, die Ereignisse zu forcieren, stellt Boris Dolgow fest:

„In der Tat sind jetzt Vorbereitungen auf eine bewaffnete ausländische Intervention in Syrien unter Umgehung des UNO-Beschlusses im Gange. Auf eine legitime Art und Weise lässt sich diese bewaffnete Einmischung nicht bewerkstelligen. Und daher bemühen sich die Länder des Westens, die Türkei und die Monarchien am Persischen Golf, alles in ihrer Kraft Stehendes zu tun , um unter Umgehung der Entschließungen handeln zu können. Einer der Wege dazu ist die Lösung der Situation um Aleppo. Dort erhalten bewaffnete Gruppierungen Waffen aus der Türkei für die Fortsetzung ihrer Aktivitäten gegen die syrische Armee.“

Seit mehreren Tagen setzen die syrischen Regierungstruppen ihre Auseinandersetzungen mit den Aufständischen in der ihrer Bedeutung nach zweiten Stadt des Landes, Aleppo, fort. Dabei zieht Ankara energisch seine Truppen in den an Syrien angrenzenden Regionen zusammen. Am Mittwoch begannen dort Manöver der Panzertruppen.

Quelle: Stimme Russlands vom 04.08.2012

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