Rom.
20.09.2012(ORF.at/IRIB)- Das oberste italienische Gericht hat die Haftstrafen für 23 Agenten des US-Geheimdienstes CIA wegen der Entführung eines Imams einer Mailänder Moschee bestätigt. Der italienische Kassationsgerichtshof ordnete gestern gleichzeitig ein neues Verfahren gegen zwei Vertreter des italienischen Militärgeheimdienstes an, denen vorgeworfen wird, an der Entführung im Jahr 2003 beteiligt gewesen zu sein.
Die Italiener waren 2010 in einem Berufungsverfahren freigesprochen worden. Den CIA-Agenten wurde in Abwesenheit der Prozess gemacht. Sie bekamen in zweiter Instanz Haftstrafen zwischen sieben und neun Jahren.
Der ägyptische Imam Osama Mustafa Hassan, bekannt als Abu Omar, war am 17. Februar 2003 in einer zwischen dem italienischen Militärgeheimdienst SISMI und der CIA abgestimmten Aktion entführt und in sein Herkunftsland verschleppt worden. Dabei soll auch ein Zwischenstopp auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland eingelegt worden sein. Abu Omars Anwälte beteuerten, ihr Mandant sei dann in Ägypten in einem Hochsicherheitsgefängnis gefoltert worden.
Quelle: Iran German Radio (IRIB) vom 20.09.2012
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