Kurt Beck war nach der Insolvenz des Nürburgrings in Erklärungsnöte geraten.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 28. September 2012
Am Ende ist der Druck dann doch zu groß: Nach der Nürburgring-Pleite gibt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef laut einem Bericht seine Ämter auf. Ab dem 7. November könnte dann schon ein neuer Mann in Mainz regieren. Beste Chancen haben dabei Innenminister Lewentz und Sozialministerin Dreyer.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef Kurt Beck will heute seinen Rücktritt von Partei- und Regierungsamt ankündigen. Das berichtet der SWR unter Berufung auf zuverlässige Quellen. Am Abend tagen der Parteivorstand und anschließend die Landtagsfraktion.
Schon seit Monaten wurde darüber spekuliert, dass der dienstälteste deutsche Ministerpräsident – er regiert seit 1994 – seine Ämter als Regierungschef und Parteivorsitzender abgeben wird. Ursprünglich hatte der 63-Jährige angekündigt, bis 2016 weiterzumachen, falls es seine Gesundheit zulasse. Wegen der Nürburgring-Insolvenz war Beck aber immer stärker unter Druck geraten.
Am 10. November wählt die SPD den neuen Landesvorsitzenden. Der frühestmögliche Termin für die Neuwahl eines Ministerpräsidenten in einer regulären Landtagssitzung wäre der 7. November. Nach SWR-Informationen könnten die Ämter aufgeteilt werden. Beste Chance werden Innenminister Roger Lewentz und Sozialministerin Malu Dreyer eingeräumt.
Quelle: N-TV vom 28.09.2012