UNO/NEW YORK, 28. September (RIA Novosti).
Chinas Außenminister Yang Jiechi hat Japan vorgeworfen, die Diaoyu-Inseln (Japanisch: Senkaku-Inseln) im Ostchinesischen Meer „geklaut“ zu haben, und vorgeschlagen, den Territorialstreit friedlich beizulegen.
„Sie (die Japaner) können sich nicht über die historische Tatsache hinwegsetzen, dass Japan China die Diaoyu-Inseln gestohlen hat und dass diese Inseln unter der chinesischen Territorial-Hoheit stehen“, äußerte Yang Jiechi am Donnerstag vor der UN-Vollversammlung.
Trotz eindringlicher Mahnungen Chinas hatte Japan am 11. September drei von insgesamt fünf Inseln des Archipels dem japanischen Privatbesitzer abgekauft. Peking hält die Inselgruppe für sein ureigenes Territorium.
Die chinesische Regierung sei fest entschlossen, die Souveränität des Landes zu wahren, hieß es.
„China fordert Japan nachdrücklich auf, alle Aktionen zu stoppen, die Chinas territoriale Souveränität untergraben, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um seine Fehler auszubessern und auf den Verhandlungsweg zur Regelung dieses Streits zurückzukehren“, so der Außenminister.
Japan und China erheben seit langem Anspruch auf die Inseln. Tokio behauptet, dass die Inseln Senkaku seit 1895 Japan gehören und zuvor keinen Besitzer hatten. Peking besteht darauf, dass die Inseln bereits vor 600 Jahren im Bestand des chinesischen Reiches gewesen sind, und verweist darauf, dass Daioyu auch auf japanischen Karten von 1783 und 1785 als chinesisches Territorium eingezeichnet waren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich die Inseln unter Kontrolle der USA und wurden 1972 zusammen mit der Insel Okinawa an Japan übergeben. China ist der Meinung, dass Japan die Inseln unrechtmäßig für sich beansprucht.
Wie Japan betont, hat China den Anspruch auf die Inseln erst in den 1970er-Jahren erhoben, nachdem dort reiche Ölvorkommen ermittelt worden seien.
Quelle: Ria Novosti vom 28.09.2012