03.10.12, 01:56
Essen, Heizen und Autofahren werden immer teurer. Dass das Statistische Bundesamt dennoch keine höhere Inflationsrate bekanntgibt, liegt am Warenkorb: Denn Elektrogeräte sind immer billiger geworden. Den Notenbanken freilich genügen die theoretischen Werte, um die Geldmenge unvermindert zu erhöhen.
Die Diskussion um die Inflation ist mit der Bekanntgabe der aktuellen Erhöhung um 2,7 Prozent erneut aufgeflammt. Bundesbankpräsident Weidman warnt vor der Inflation mit faustischer Entschlossenheit, sein Kollege Asmussen von der EZB nimmt gar die galoppierende Inflation in den Mund.
Die Europäische Zentralbank (EZB) ficht das alles nicht sonderlich an. Sie beeinträchtigt durch eine fortlaufende Erweiterung der Geldmenge den Wert des Euro in hohem Maße. Die Geldmenge M3 ist in den letzten zehn Jahren von 5517,8 Milliarden Euro im August 2002 auf 9718,3 Milliarden Euro im August 2012 gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Geldmengenerweiterung von 5,82 Prozent. Hier liegt die Hauptursache für steigende Verbraucherpreise.
Quelle: Deutsche Mittelstands Nachrichten vom 03.10.2012