MOSKAU, 03. Oktober (RIA Novosti).
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Türkei nach dem jüngsten Zwischenfall an der syrisch-türkischen Grenze zur Zurückhaltung aufgerufen.
Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Es gelte, keine weiteren Spannungen zwischen beiden Ländern zuzulassen, deren Beziehungen ohnehin schon belastet seien, hieß es. Am gleichen Tag waren einige syrische Geschosse irrtümlicherweise auf dem Territorium des Nachbarlandes Türkei eingeschlagen, wobei fünf Menschen getötet und 13 verletzt wurden.
Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu hatte in einem Telefongespräch mit Ban erklärt, die Geduld Ankaras sei geplatzt. Der Syrien-Konflikt gefährde unmittelbar die Sicherheit der Türkei, sagte Davutoglu.
Einige syrische Geschosse waren am Mittwoch in der türkischen Stadt Aksakal in der Provinz Sanliurfa eingeschlagen. Das Unglück ereignete sich beim Beschuss der Positionen der syrischen Aufständischen durch die reguläre syrische Armee. Im Zusammenhang mit dem Zwischenfall führte Davutoglu eine Krisensitzung durch, um mögliche Gegenschritte zu beschließen. Mitte September waren einige Häuser in Aksakal bereits von einigen syrischen Geschossen beschädigt worden. Drei Bewohner kamen damals mit Verletzungen davon.
Quelle: Ria Novosti vom 03.10.2012
