Sorgen wegen der Eurokrise: 73 Prozent der Befragten befürchten in der Ängste-Studie der R+V Versicherung 2012 hohe Kosten für den Steuerzahler. 65 Prozent sehen die gemeinsame europäische Währung gefährdet.
7000 Polizisten, Proteste im Vorfeld, Versammlungsverbot: Athen ist anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Alarmzustand. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen will Merkel mit der griechischen Staatsspitze über die desolate Finanzlage des Eurostaates sprechen.
Merkel wird kurz nach Mittag in der griechischen Hauptstadt eintreffen. Im Mittelpunkt der mit Spannung erwarteten Gespräche steht die Lage des finanziell angeschlagenen Eurostaates, dessen Probleme größer sind als bisher angenommen. Regierungschef Antonis Samaras hat bereits um finanzielle Erleichterungen gebeten und in dramatischen Worten vor den Folgen einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage seines Landes gewarnt.
Die Euro-Gruppe hat Griechenland unterdessen ein Ultimatum von zehn Tagen zur Einhaltung seiner Sparversprechen gesetzt. Vor der Freigabe der nächsten Notkredite sollte das Land «spätestens bis zum 18. Oktober die schon im März vereinbarten Maßnahmen umsetzen», sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Montagabend nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Luxemburg. Das Land braucht spätestens Mitte November weitere 31,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Rettungsprogramm, um nicht in die Pleite zu rutschen.
Quelle: news.de vom 09.10.2012