Hurrikan «Sandy» nimmt Kurs auf US-Wahl

Freitag, 26. Oktober 2012, 1:59 Uhr

«Sandy» und «Son-Tinh» ziehen Spuren der Verwüstung durch die Karibik und die Philippinen. Regenfälle und Erdrutsche bringen den Verkehr zum Erliegen, mehrere Menschen sterben. Auch die Ostküste der USA könnte beeinträchtigt werden. Zur US-Wahl drohen Schneechaos und Stromausfälle.

Satellitenbild von Sturm
Hurrikan «Sandy» nimmt Kurs auf die USA und droht zum Schnee-Tropensturm zu werden. reuters
«Sandy» tobt durch die Karibik auf die USA zu (unkommentiert)

Den Einwohnern an der US-Ostküste könnte «Sandy» laut Meteorologen ein heftiges Unwetter bringen. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 70 Prozent, dass der Sturm Anfang kommender Woche besonders im Nordosten zu heftigem Regen führe.

Schnee und Stromausfälle zur US-Wahl

Sogar Schneefall sei möglich, sagten Meteorologen des US-Hurrikancenters. So könne der aus dem Süden kommende Hurrikan mit arktischer Luft aus dem Norden zusammenstossen.

Zerstörtes Haus

In manchen Regionen Kubas ist kaum ein Gebäude vom Sturm verschont geblieben. reuters

«In dieser Saison strömt tropische Luft die Ostküste hoch, und gleichzeitig bewegen sich kalte Luftmassen von Kanada her nach unten», sagte Meteorologe John Jensenius. Millionen von Amerikanern müssten mit Stromausfällen rechnen, die sogar bis zu den Präsidentenwahlen am 6. November passieren könnten, sagte ein Wetterexperte im Nachrichtensender NBC.

Bild Baum liegt auf Haus

Mühselige Aufräumarbeiten zwischen umgestürzten Bäumen und zertrümmerten Häusern auf Kuba. reuters

Tausende flüchteten vor «Sandy»

In der Karibik richtete «Sandy» schwere Schäden an. In Jamaika und in den östlichen Provinzen Kubas von Holguín bis Guantánamo herrschte Hurrikanalarm. Mehr als 1000 Jamaikaner und mehrere Tausend Kubaner flohen aus gefährdeten Gebieten in Notunterkünfte. In weiten Teilen Jamaikas fiel der Strom aus, Strassen wurden unpassierbar, Bäume stürzten um. Der starke Wind habe zudem zahlreiche Häuser abgedeckt, berichtete etwa die Zeitung «Jamaica Observer».

Zahlreiche Tote auf Kuba und Haiti

Der Hurrikan «Sandy» hat auf Kuba elf Menschen das Leben gekostet. Die staatlichen Medien berichteten, unter den Todesopfern sei ein vier Monate alter Junge, der beim Einsturz seines Elternhauses getötet worden sei. Das älteste Opfer war den Angaben zufolge ein 84-jähriger Mann. Zuvor hatte «Sandy» zehn Menschen auf Jamaika und in Haiti getötet.

Auf Haiti soll der Sturm nach Medienangaben mindestens neun Tote gefordert haben. Drei Menschen werden noch vermisst. Am Donnerstagabend erreichte der Hurrikan die Bahamas und brachte der Inselgruppe Regen und starken Wind.

Hurrikan «Sandy» wütet in der Karibik (Tagesschau am Mittag, 25.10.2012)

Auf Kuba, wo der Sturm in der Nacht mit 175 Stundenkilometern nahe von Santiago de Cuba einbrach, kam es zu Überflutungen in Küstengegenden, Flüsse traten über die Ufer. Die Behörden dieses Landes schalten gewöhnlich vor dem Eintreffen eines Wirbelsturmes ab. Touristen wurden aufgefordert, ihre Hotels nicht zu verlassen.

 Flugzeugträger

Ein US-Flugzeugträger als Rettungsboot: Die «George Washington» barg in Seenot geratene Fischer vor der philippinischen Küste. keystone

Tote und Vermisste auf den Philippinen

Auf den Philippinen nahm Tropensturm «Son-Tinh» an Stärke zu, nachdem er am Donnerstag auf Land getroffen war. Er erreichte Windstärken von mehr als 75 Kilometern pro Stunde. Wie die Behörde für Katastrophenschutz mitteilte, starben mindestens sechs Menschen. In der Provinz Cebu wurde ein Mann von einer Schlammlawine verschüttet. Zudem wurden sechs Menschen vermisst, unter ihnen zwei Kinder.

Schwere Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Aus mehreren Provinzen wurden Stromausfälle gemeldet. Der Sturm bewegt sich nach Angaben der Wetterbehörde Richtung Nordwesten und wird voraussichtlich heute Freitag das Gebiet der Philippinen verlassen.

Menschen unter Planen

Notdürftiger Schutz vor Tropensturm «Son-Tinh» auf den Philippinen. keystone

(agenturen/sf/halp; muei)

Quelle: Schweizer Fernsehen vom 25.10.2012

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Die Arbeitsgemeinschaft Staatlicher Selbstverwaltungen wurde am 06. November 2010 gegründet. Am 01. Mai 2012 wurde der Staat Freies Deutschland gegründet und in der UN angemeldet.
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