Lima – In der peruanischen Hauptstadt Lima haben Proteste gegen die Schließung eines Großmarktes zu Kämpfen mit der Polizei geführt. Dabei ist ein 32-Jähriger ums Leben gekommen, 43 Menschen wurden den peruanischen Behörden zufolge verletzt. Die Regierung der Stadt wollte den Markt La Parada laut der Nachrichtenagentur AP umsiedeln. Deshalb wurden die Tore mit Betonblöcken versperrt. Die Bildagentur epa berichtete, die Stadtverwaltung habe einen anderen Markt zum neuen Hauptgroßmarkt erklärt.
Nachdem die Polizei den Eingang für Fahrzeuge blockiert hatte, sollen Aufständische die Beamten mit Keulen und Steinen angegriffen haben. Bilder des peruanischen Fernsehens zeigen, wie die Angreifer einen Polizisten schlagen und treten, der von seinem Pferd gefallen war. Auf den Bildern ist auch ein Polizist zu sehen, der mit einer Handfeuerwaffe schießt.
Das 32-jährige Todesopfer sei durch einen Bauchschuss getötet worden, sagte Jose Roca, Direktor des Dos de Mayo Krankenhauses. Acht Polizisten und 35 Zivilisten seien mit Verletzungen eingeliefert worden. Einige hätten Schussverletzungen. Später plünderten Unbekannte den angrenzenden Gamarra Markt, den US-Außenministerin Hillary Clinton vergangene Woche mit Perus First Lady Nadine Herrera besucht hatte.
fhu/AP
Quelle: Spiegel-online vom 26.10.2012