Israels neue Friedensbotschaft: »Atomschlag gegen Iran, um Krieg zu verhindern«

22.05.2015
Philip Weiss

In dieser Geschichte geht es darum, dass die Medien wichtige Informationen über Israel mit einer Nachrichtensperre belegen – dass nämlich die Anführer des Landes stark fehlgeleitet agieren. Vor zwei Wochen berichtete Electronic Intifada über öffentliche Äußerungen des israelischen Verteidigungsministers Mosche Jaalon, der Hiroshima und Nagasaki als Vorbilder für den Umgang mit dem Iran bezeichnete. Jaalon deutete an, dass Israel möglicherweise einen Atomangriff auf den Iran starten müsse, um einen langgezogenen Krieg zu verhindern: »Es kann sein, dass wir letztlich bestimmte Schritte ergreifen müssen.«

Vergangene Woche hatte Ali Gharib den Electronic Intifada-Bericht von Lobelog aufgegriffen und zum Jaalon-Video verlinkt. Jaalon hatte am 5. Mai vor dem Israel Law Center besagte Rede auf Englisch gehalten (und die rechtsgerichtete Gruppe postete es online und lieferte eine Abschrift mit).

Ein Mann fragte, ob es für Demokratien ein »strategischer Nachteil« sei, sich mit einer Bedrohung wie dem Iran auseinandersetzen zu müssen. Jaalon verneinte und sprach von sich aus die Möglichkeit an, dass Israel den Iran mit Atomwaffen angreifen könnte:

»Es gibt Leute, die behaupten, dieser Kampf sei nicht gerecht, denn eine Demokratie könne gegen ein tyrannisches Regime – ich spreche nicht von Terrororganisation – nicht zurückschlagen. Ich bin da anderer Ansicht.

In gewissen Fällen könnten wir bestimmte Schritte ergreifen, von denen wir glauben, dass sie zu unserer Verteidigung erforderlich sind. Ich habe die Diskussion über das Abfangen von Raketen angesprochen, die auf Häuser von Zivilisten zielten. Wir haben uns dafür entschieden.

Ich kann mir aber auch einige andere Maßnahmen vorstellen, die ergriffen werden sollten. Natürlich müssen wir sicher sein, dass wir uns nach dem Beschluss oder der Aktion noch im Spiegel betrachten können. Natürlich sollten wir überzeugt sein, dass es militärisch notwendig ist. Natürlich sollten wir Kosten und Nutzen abwägen.

Aber letztlich könnten wir bestimmte Schritte ergreifen.

Ich erinnere mich an die Geschichte von Präsident Truman. Er wurde gefragt: Wie fühlen Sie sich nach der Entscheidung, die Atombomben abwerfen zu lassen, nach Nagasaki und Hiroshima, was letztlich 200 000 Opfer forderte? Und er erwiderte: Als ich von meinen Offizieren hörte, dass die Alternative in einem langgezogenen Krieg mit Japan besteht und die Zahl der Opfer möglicherweise einige Millionen betragen könnte, da hielt ich es für die moralisch richtige Entscheidung.

Soweit sind wir noch nicht, aber das ist es, worüber ich rede. Bestimmte Schritte in Fällen, in denen wir nicht das Gefühl haben, die Antwort bestehe in Aktionen, die mit chirurgischer Präzision durchgeführt werden, oder so etwas in der Art.«

Er droht also nicht nur indirekt mit einem Atomkrieg, er räumt auch ein, dass Israel über Atomwaffen verfügt? Chemi Shalev von Haaretz und Ahmed Shihab-Eldin, der bei der Huffington Post gearbeitet hat, schickten das Stück per Twitter weiter. Eli Clifton twitterte:

»Israels Verteidigungsminister nutzt Zweiten Weltkrieg und A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki als moralischen Leitfaden für Iran-Politik.«

Und Jon Schwarz schrieb:

»Was wären das für Schlagzeilen, wenn man den iranischen Verteidigungsminister nach Israel befragte und er anfinge, von Hiroshima zu sprechen?«

Aber so? Nichts. Die Geschichte wurde in den Mainstreammedien vollständig ignoriert. Ob gewollt oder nicht – es ist eine Nachrichtensperre. Die Mainstreammedien unterschlagen es also wieder einmal, wenn die Israelis verrückte/angsteinflößende/rechtslastige Äußerungen von sich geben. Jodi Rudoren von der New York Times beispielsweise vertritt die Ansicht, dass nur ein »kleines Grüppchen« in der israelischen Gesellschaft dafür ist, im Westjordanland zu bleiben. Kein Wunder, dass die Times Jaalons angsteinflößende Aussage nicht vermeldet hat.

Dennoch sind genau dies die Staatsvertreter, mit denen es die Regierung Obama zu tun hat. Dies sind die paranoiden Kriegstreiber, die das Weiße Haus seit Jahren an die Kette legen will. Und die amerikanische Öffentlichkeit hat keine Ahnung von alledem.

Ebenfalls zu diesem Thema: Hier ist eine weitere Meldung von Electronic Intifada, in der es heißt, die BBC habe eine Reporterin dafür abgewatscht, dass sie Jaalon zu sanft angepackt habe:

»Eine interne Untersuchung der BBC ist zu dem Schluss gekommen, dass die Moderatorin Sarah Montague gegen die Redaktionsstandards in Sachen Unparteilichkeit verstoßen habe. Stein des Anstoßes war ein Radiointerview, das Montague im März mit dem israelischen Verteidigungsminister Mosche Jaalon geführt hatte.«

Die Palestinian Solidarity Campaign hat dieses Interview gründlich auseinandergenommen und aufgezeigt, dass Jaalon wiederholt die Besetzung bestritt:

»Sie genießen schon politische Unabhängigkeit. Sie haben ihr eigenes politisches System, Regierung, Parlament, Gemeinden und so weiter. Und wir sind zufrieden damit. Wir wollen sie in keinster Weise verwalten.

Sie sind mit uns verbunden wie siamesische Zwillinge, die ganze Idee einer vollständigen Trennung ist also nicht machbar.«

Electronic Intifada zitiert Fraser Steel, den Leiter der Beschwerdeabteilung bei der BBC. Steel stimmte in einer E-Mail den Beschwerdeführern zu:

»Jaalon durfte einige kontroverse Aussagen machen … ohne dass er wirklich hinterfragt wurde. Die Programmverantwortlichen haben akzeptiert, dass die Interviewerin ihn hätte unterbrechen und zu seinen Behauptungen befragen müssen.«

Quelle: Kopp-online vom 22.05.2015

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Heftige Wortgefechte zwischen Künstlern und Wirtschaftspolitikern – Kulturrat diskutierte TTIP

Berlin, 21. Mai 2015 (ADN). Zu einer erwartet leidenschaftlichen Verbalkonfrontation kam es am Donnerstagabend in Berlin zwischen Künstlern, Kulturpolitkern, Wirtschaftslobyyisten und Wirtschaftspolitikern. Im Zentrum der heftigen Wortgefechte bei der anlässlich des Welttages der kulturellen Viefalt organisierten Podiumsdiskussion ging es darum, ob die europäische und auch deutsche Kultur bei den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA über das Freihandelsabkommen TTIP unter die Räder kommt und als Beutegut der Amerikaner zu Markte getragen und letztlich geopfert wird. Den schweren von den Kulturvertretern – an der Spitze die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Verena Metze-Mangold, der Präsident des Deutschen Kulturrates, Prof. Christian Höppner, und dessen Geschäftsführer, Olaf Zimmermann – vorgetragenen Vorwurf zu entkräften, gelang den Matadoren des Kommerzes nicht. Während  der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, noch mit wenig plausiblen Argumentationsketten die bohrenden Fragen notdürftig parierte, lösten die Antworten des Präsidenten der Deutschen Automobilindustrie, Matthias Wissmann, nicht nur Entrüstung, sondern Empörung und Hohngelächter aus. Seine Versuche, Rückspiegel und Blinker von Autos mit hart erkämpften Errungenschaften wie die Buchpreisbindung und die öffentlich-rechtliche Rundfunklandschaft in einen Topf zu werfen, waren äußerst durchsichtig, verdächtig und in höchstem Grade hilflos. Was Kultur in einem Handelsabkommen überhaupt zu suchen hat, konnte nicht annähernd beantwortet werden. Im Gegenteil: Insbesondere Wissmann wich der fünfmal gestellten Frage ungerührt aus, welcher Vorteil für die Kultur aus dem TTIP erwachse. “Kultur wird keinesfalls im Zentrum des Vertragswerks stehen und unsere europäische Identät werden wir nicht aufgeben”, faselte der Spitzenlobbyist. Angewidert von solchen Nebelkerzen verließen Teilnehmer die Veranstaltung. Auch die angebliche Notwendigkeit der von den US-Amerikanern verlangten Schiedsgerichte als nebenstaatliche Gerichtsbarkeit konnte nicht nachgewiesen werden. Letztlich beklagte sich der ehemalige Bundesverkehrsminister, dass die Deutschen aus einem Hang zur Apokalypse heraus nur Risiken und nie die Chancen solcher Abkommen sehen. Angesichts der ungetrübt andauernden scharfen Kritik von Seiten der Kulturschaffenden lenkte Machnig plötzlich ein. “Ich brauche im TTIP den Kulturteil nicht”. Zwischenergebnisse der Verhandlungen sollten durchaus der Öffentlichkeit zur Kenntnis und Diskussion vorgelegt werden, um Transparenz zu ermöglichen. Auch wenn Angela Merkel bis Jahresende die TTIP-Verhandlungen abgeschlossen haben will, sehe er das noch nicht so. “Ich bin doch nicht bei Hofe hier und frage im Kanzleramt nach, ob ich darf oder nicht darf”, verteidigte er seine Position. Dennoch blieben die Kontrahenten der leidenschaftlich geführten Diskussion letztlich auf großer Distanz und verhielten sich geradezu wie Antipoden menschlichen Daseins.++ (ku/mgn/21.05.15 – 118)

Quelle: Nachrichtenagentur ADN (SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46) vom 21.05.2015

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Am Bärenbruch: Heimliche Moscheeeröffnung in Dortmund-Marten!

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Offenbar um Aufsehen zu vermeiden, hielten die Lütgendortmunder Lokalpolitiker und auch die städtische Verwaltung die Information bisher geheim: Im Gebäude der ehemaligen Druckerei Bödefeld am Bärenbruch 12 im westlichen Dortmunder Stadtteil Marten werden derzeit Renovierungsarbeiten durchgeführt, um in wenigen Wochen eine Moschee zu eröffnen. Während etwa die Eröffnung eine repräsentativen Großmoschee im Stadtteil Hörde seit mehr als zehn Jahren für Diskussionen und politische Proteste sorgt, wurde in Marten das Informieren der Öffentlichkeit offenbar bewusst unterlassen – augenscheinlich soll die Bevölkerung nicht beunruhigt werden.

Momentan ist unklar, wie groß das Gebetshaus werden wird: Zwar ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn muslimische Mitbürger ihren Glauben auch in der Bundesrepublik ausleben, es ist jedoch ein falsches Zeichen, parallel zu einer voranschreitenden Einwanderung immer weitere Moscheen in Dortmund zu eröffnen, obwohl die bisherige Anzahl an Gotteshäusern durchaus als ausreichend betrachtet werden kann. Zu einem friedlichen und konfliktfreien Zusammenleben trägt es sicherlich ebensowenig bei, die Errichtung neuer Moscheen verschweigen zu wollen. Umso mehr passt ein solches Vorgehen aber zur Handlungsweise der etablierten Politiker, die unbequeme Themen schlichtweg aussitzen wollen. Und so bleibt es alternativen, kritischen Medien überlassen, diese unbequeme Wahrheit ans Licht zu bringen – etwa bei der Martener Moschee am Bärenbruch.

Quelle: dortmundecho.org vom 19.05.2015

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Baugewerkschaft räumt ein: Asylanten nehmen Dortmundern die Wohnungen weg!

Asylanten

Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung, erhalten Asylbewerber während der Dauer ihres Aufenthaltes (der häufig niemals endet, selbst wenn kein Recht auf Asyl nach Artikel 16 a des Grundgesetzes besteht) eine eigene Wohnung in Dortmund. Bevorzugt werden dabei Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft Dogewo vergeben, bei der trotz langen Wartelisten Neuvermieten mittlerweile fast ausschließlich an Asylbewerber erfolgen. Mittelfristig droht Dortmund durch den anhaltenden Zuzug von Asylanten eine Wohnungsnot – schon heute ist bezahlbarer Wohnraum in vielen Vierteln ein seltenes Gut geworden. Diese Erkenntnis vertritt nun sogar die „IG Bau“, die „Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt“.

Wie der Lokalsender „Radio 91.2“ berichtet, würde Dortmund nach Auffassung der Gewerkschafter in den nächsten fünf Jahren mehr als 10.000 neue Wohnungen benötigen, um die Nachfrage decken zu können. Aktuell „kämen immer mehr Flüchtlinge zu uns“, die zwar bekanntlich in mehr als 98 Prozent der Fälle überhaupt keinen Rechtsanspruch auf einen dauerhaften Aufenthalt haben, tatsächlich aber eben in Dortmund zunächst in Asylheimen unterkommen und dann in Wohnungen einquartiert werden – auf Kosten der Steuerzahler, die quasi ihre eigene Wohnungsnot mitfinanzieren. Tatsächlich dürfte sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Zukunft dramatisch verschärfen: Während an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet, etwa rund um den Phoenixsee oder im Neubaugebiet Hohenbuschei, Wohnraum entsteht, der preislich wohl eher für den gehobenen Mittelstand und die Spitzenklasse gedacht ist, besteht im Bereich von Sozialwohnungen ein erheblicher Rückstand. Im Gegensatz zu Luxusimmobilien, etwa auch Loftwohnungen, die derzeit im südlichen Innenstadtbereich entstehen, lässt sich mit günstigem Wohnraum deutlich weniger Profit erzielen, weshalb dieser für Investoren unattraktiv ist.

Ihrer Pflicht, Druck auszuüben und dafür zu sorgen, dass ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht, kommen die Dortmunder Lokalpolitiker nicht nach: Sie müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, um Investoren dazu zu nötigen, sämtliche Bevölkerungsschichten zu berücksichtigen, was durchaus möglich wäre, aber von den Etablierten freilich nicht gewollt wird. Wer etwa in Dortmund Luxuswohnungen errichten will, muss gleichzeitig ebenfalls für Sozialschwächere bzw. Geringverdienende Wohnraum schaffen, andernfalls werden die entsprechenden Bauanträge durch den Stadtrat nicht bewilligt – eine Theorie, die zwar wünschenswert wäre, deren Umsetzung aber an dem fehlenden Willen von CDU, SPD, Grünen und FDP scheitert. Diese Parteien haben die Zustände zu verantworten, die der Dortmunder Wohnungsmarkt in den nächsten Jahren erleben wird und vor denen sogar schon die Baugewerkschaft warnt!

Quelle: dortmundecho.org vom 21.05.2015

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Schweizer Gericht verurteilt Israel/ Israel weigert die Zahlung von Strafgeldern an Iran

Israel-Erdölfirma-Iran

Bern/Tel Aviv (Press TV/ISNA) – Israel will sich laut einer israelischen Tageszeitung weigern, dem rechtskräftigen Urteil eines schweizerischen Gerichts Folge leisten, das die israelische Ölunternehmen “Ashkelon-Eilat” zur Zahlung einer offenen Rechnung inklusiv Zinsen in Höhe von 1, 1 Milliarden US-Dollar gegenüber Teheran verurteilt hat.
Wie die israelische Tageszeitung “Haaretz” am Mittwoch (gestern) unter Berufung auf das Finanzministerium berichtete, verbietet das israelische Handelsgesetz die Zahlung von Geldern an Feinde, wozu auch Iran gehört. Ein schweizerisches Schiedsgericht hatte am Dienstag ein israelisches Erdölunternehmen zu einer Rekordstrafe verurteilt. Demnach muss die israelische Erdölfirma an den Iran 1, 1 Milliarde US-Dollar Entschädigung zahlen. Ursache der Klage reicht bis 1968 zurück. Seit diesem Jahr gebe es im Zusammenhang mit Zahlung von dem damals aus dem Iran exportierten Erdöl einen Konflikt zwischen den Erdölunternehmen beider Länder. Israel habe damals die Zahlung von Erdöl im Wert von 450 Millionen Dollar, das aus dem Iran exportiert wurde, nicht beglichen. Das israelische Schiedsgericht habe den in 1989 eingeleiteten Schiedsverfahren zugunsten des Iran abgeschlossen. Israel muss nun an den Iran mit einschließlich der Zinsen 1, 1 Milliarde Entschädigung zahlen.
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Quelle: Iran German Radio (IRIB) vom 21.05.2015
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Auto: Raus mit dem Airbag!

21.05.2015
Gerhard Wisnewski

Knapp 34 Millionen Autos mit Airbags des japanischen Automobilzulieferers Takata werden nun in den USA in die Werkstätten zurückgerufen. Die Prallsäcke könnten auch ohne Unfall auslösen und zudem metallische Geschosse durch den Innenraum schleudern, heißt es. Was dabei verschwiegen wird: Jeder Airbag ist eine schwere Gesundheitsgefahr, und zwar konstruktionsbedingt. Wie die Geräte jemals eine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen konnten, ist schleierhaft…

Preisfrage: Was ist 320 Stundenkilometer schnell und entfaltet eine Wucht von einer halben Tonne? Antwort: der Airbag. Dass der allseits gelobte Prallsack zur tödlichen Gefahr werden kann, ist nicht etwa die Ausnahme und hat nichts mit Konstruktionsfehlern zu tun. Sondern der Airbag ist ein Konstruktionsfehler. Eine Wahrheit, die von Industrie und Medien jedoch fein verschwiegen wird: »Von den Fahrzeugherstellern wird ausschließlich das Schutzpotenzial von Airbags beworben. Ein nach dem Stand der Technik nicht zu verhinderndes Gefahrenpotenzial wird – zumindest in Europa – nicht publiziert«, schrieb Diplomingenieur Michael Rohm in dem Unfallfachblatt UrekoSpiegel.

Sieh an, sieh an – der Airbag! Unser aller Heilsbringer und Lebensretter! Von den Risiken und Nebenwirkungen des Prallsacks redet jedoch kein Mensch. »Airbags sind keine Schmusekissen« – solche Warnungen (in diesem Fall von dem 3sat-Wissenschaftsmagazin nano) sind längst vergessen. »Und die Elektronik kann auch mal verrückt spielen.« Genau – zum Beispiel, wenn der Airbag von selber losgeht. Der spektakuläre Rückruf von 33,8 Millionen Takata-Airbags ist jedoch kein Einzelfall. Bereits Abermillionen Fahrzeuge mussten wegen defekter und/oder gefährlicher Prallsäcke in die Werkstätten zurück.

Airbags: Lügen und Töten für die Sicherheit

Na schön – aber dass Airbags viele Leben retten, ist doch unbestritten, oder? Das kann man so oder so sehen. Denn woher will man wissen, was den Unfallopfern ohne Airbag passiert wäre? Rein logisch gesehen ist das unmöglich. Schließlich kann man denselben Unfall ja nicht ohne Airbag wiederholen.

Damit sind wir mitten drin in den Beweisschwierigkeiten über Nutzen und Nachteile des Airbags: »Studien beweisen, dass die Regierung die Zahl der angeblich durch Airbags geretteten Leben enorm übertrieben hat«, klagt die amerikanische Bürgerrechtsorganisation The Future of Freedom Foundation. Ja, ein Experte von General Motors habe sogar bestritten, dass man überhaupt beweisen könne, dass Airbags auch nur ein einziges Leben gerettet hätten. Streng logisch gesehen hat der Mann recht – siehe oben.

Airbag macht oft alles schlimmer

Auch wenn der Airbag planmäßig auslöst, macht er häufig alles nur noch schlimmer. Für eine Begegnung mit dem Knallkissen zahlen Autofahrer oft einen hohen Preis. Die bereits zitierte Future for Freedom Foundation zählt jährlich 300 000 Airbag-Verletzte in den USA. 300 000! Und deren Verletzungen sind kein Spaß: Amputationen, komplizierte Knochenbrüche, Knalltrauma und Tinnitus, um nur einige zu nennen.

Vielleicht retten Airbags auch Leben. Aber nicht immer. Airbags können auch töten. Von »Killer-Airbags« spricht beispielsweise die Eastern Forensic Science Group aus Gainesville, Florida, die sich auf die Rekonstruktion von Unfällen, insbesondere von Airbag-Unfällen, spezialisiert hat: »In Ihrem Lenkrad tickt eine Zeitbombe, und die Hersteller erzählen nur Lügen darüber. Die US-Regierung schweigt, und die Versicherungsindustrie vertuscht es.«

Airbags können auch versagen, heißt es auch auf injury.com, einer amerikanischen Website, die Verletzungsopfer mit Anwälten zusammenbringt. »Wenn das passiert, gehen sie entweder ohne Grund los oder zünden nicht, wenn sie gebraucht werden. Bei der Freisetzung entwickeln Airbags eine Geschwindigkeit von mehr als 200 Meilen pro Stunde und eine Wucht von einer halben Tonne. Selbst wenn die Fahrer sich nicht aufstützen und ihre Finger nicht von dem explodierenden Airbag erfasst werden, gehen sie das Risiko von Gehirnerschütterungen, Hirnschäden und sogar Erstickung ein, wenn sie sich von dem Airbag nicht befreien können [nur der Front-Airbag erschlafft sofort, andere Airbags halten die ›Luft‹ unter Umständen minutenlang].

Hände weg vom Airbag!

Airbag-Verletzungen sind ernst und können tödlich sein, und viele Verletzungen könnten vermieden werden, wenn Fahrer und Passagiere ihre Hände und Arme beim Aufprall nicht nach vorne strecken würden. [Da viele Unfallopfer im Moment des Crashs lenken, befinden sich Finger, Hände und Arme im Moment der Auslösung häufig über dem Airbag.] Daumen und Finger können abgerissen werden, Arme können zahlreiche Knochenbrüche erleiden. Man kann auch schwere Augen-, Gesichts-, Kopf- und Hirnverletzungen erleiden, wenn Airbags auslösen.

Viele Verletzungen und Todesfälle könnten auch verhindert werden, wenn Menschen kleiner Statur, darunter auch Kinder, Alte und Schwache, es vermeiden würden, auf Sitzen mit Airbags zu sitzen. Airbags sind für Menschen gedacht, die 170 cm groß sind und 80 Kilo wiegen. Kleinere Fahrer, etwa Frauen, müssen sich leider oft näher an den Airbag setzen, um das Lenkrad zu erreichen, und es gab zahlreiche Fälle, bei denen der Airbag die primäre Ursache von schweren Verletzungen war, nicht die Kollision.«

Amputation von Fingern, Händen und Unterarmen

Amputationen stehen bei Airbag-Unfällen auf dem Programm, etwa wenn Finger auf der Airbag-Abdeckung liegen oder man diagonal über das Lenkrad greift (was beim Lenken in einer Unfallsituation häufig vorkommt). In einem Report amerikanischer Unfallärzte heißt es: »Über zehn Jahre klinischer Studien und Erfahrungen haben nicht nur unwiderlegbar gezeigt, dass ein Insasse in unmittelbarer Nähe zu einem sich entfaltenden Airbag ernste Verletzungen oder den Tod erleiden kann. Sondern auch, dass die Nähe der oberen Extremität eines Insassen zu einem sich entfaltenden Airbag oder einer Airbag-Abdeckung zu einer Amputation von Fingern, Händen und Unterarmen sowie komplizierten Splitterbrüchen führen kann, wobei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs keine Rolle spielt.«

Hohe Dunkelziffer

Natürlich, denn maßgeblich ist die Geschwindigkeit des Airbags, und die beträgt rund 320 km/h. Der Insasse kann also auch bei einer geringen Geschwindigkeit des Autos total zerschmettert, Gliedmaßen können amputiert werden. Das Schlimme: Dabei dürfte die Dunkelziffer schwerer Airbag-Verletzungen sehr hoch sein. Der Airbag hängt nach einem Unfall schließlich schlaff aus dem Lenkrad oder aus dem Armaturenbrett.

Kaum jemand zieht ihn als Verletzungsfaktor in Betracht. Selbst das Unfallopfer nicht. Es sitzt mit, sagen wir, einem abgerissenen Daumen oder zertrümmertem Arm, Rippenbrüchen, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen auf dem Fahrersitz.

Niemand wird sich über seine Verletzungen wundern: Was soll schon sein – schließlich hatte es einen Unfall. Wahrscheinlich wäre es ohne Airbag viel schlimmer gekommen – oder? Was in der Hundertstel- oder Tausendstelsekunde des Zusammenpralls mit dem Airbag passierte, kann aber niemand wissen – auch das Opfer selbst nicht. Der Daumen ist abgeknickt oder hängt nur noch an einem Hautfetzen? Ich bitte Sie: Wahrscheinlich hat sich der Fahrer im Moment des Unfalls auf dem Lenkrad abgestützt. Viele Verletzungen werden dem Airbag gar nicht zugeschrieben. Vor allem solche nicht, die man nicht sehen kann.

Raus mit dem Airbag?

Denn da wäre ja noch der etwa 170 Dezibel laute Knall und die durch Explosion und Entfaltung verursachte Druckwelle. Für die Autofahrer-Ohren ist das kein Vergnügen. So erleiden »17 Prozent aller Menschen, die in einen Autounfall mit Airbag-Auslösung verwickelt waren, einen bleibenden Gehörschaden«, heißt es auf der Schwerhörigen-Website hear-it.org. Also fast jeder Fünfte!

Wenn man in Betracht zieht, wie schwer Menschen unter einem Gehörschaden, beispielsweise einem bleibenden Geräusch im Ohr, leiden, ist das eine ganze Menge. Das Hauptproblem besteht jedoch darin, dass viele ihren Tinnitus oder ihren Gehörschaden gar nicht dem Airbag zuschreiben.

Entweder weil sie die Beschwerden für eine allgemeine Folge des Unfalls halten und/oder weil diese erst Tage später auftreten. Wie gesagt: Der Airbag schlägt so schnell zu und erschlafft, dass er gar nicht als Ursache in Betracht gezogen wird. Es wird daher Zeit, dass der heimliche Feind im Cockpit einmal grundsätzlich betrachtet wird. Vielleicht könnte es schlauer sein, lieber auf stabile und gut gepolsterte Fahrgastzellen zu setzen. Die Konsequenz kann dann nur lauten: Raus mit dem Airbag!

Mit Material aus: verheimlicht – vertuscht – vergessen 2010

Quelle: Kopp-online vom 21.05.2015

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»Dreck essen« – Entgiftung durch Tonerde

22.05.2015
Carolanne Wright

Für jemanden, der auf größte Sauberkeit achtet, mag es widersinnig erscheinen, regelmäßig Dreck zu essen, aber uralte Kulturen und auch unsere heutigen Wissenschaftler haben entdeckt, dass gerade der äußerst gesund sein kann. Natürlich sollen Sie nicht irgendwelchen Dreck essen – aber spezielle Tonerden erweisen sich als äußerst nützlich. Wo also anfangen?

Dr. Edward F. Group III, der Gründer des Global Healing Center, empfiehlt hochwertige Zeolith- oder Bentonit-Tonerde, um das Immunsystem zu stärken, den Darm zu reinigen, nützliche Bakterien im Darm zu fördern und den Körper von Schwermetallen zu entgiften. Darüber hinaus ergab eine Studie, die in der Zeitschrift Journal of Molecular Medicine veröffentlicht wurde, dass feingemahlener Zeolith-Klinoptilolith auch ein wirksamer Wirkstoff gegen Krebs sein kann.

Warum sich über Schwermetalle Gedanken machen?

Umwelt-Schwermetalle sind in unserem modernen Leben leider Realität. Sie sind ein Nebenprodukt der Industrie- und Energieproduktion, unser Körper ist voll von diesen Giftstoffen.

Sie finden sich im Wasser, das wir trinken, den Lebensmitteln, die wir essen, und in der Luft, die wir atmen – es ist unmöglich, ihnen aus dem Weg zu gehen. Hier sind die vier häufigsten:

Cadmium – Ein hochgiftiges Metall, es findet sich in vielen Böden und Felsen, aber auch in Kohle und Mineraldüngern. Cadmium wird verwendet in Batterien, Farbstoffen, Plastik und Metallbeschichtungen. Langfristiger Kontakt kann Nieren, Lunge und Knochen schädigen.

Quecksilber – Kohlekraftwerke sind in den USA die wichtigste Quelle der Quecksilber-Emission. Gelangt Quecksilber in Boden und Wasser, verwandeln es Mikroorganismen in Methylquecksilber – einen bioakkumulierenden Giftstoff, der das Nervensystem, die Lunge, das Herz-Kreislauf-System und die Nieren angreift.

Im Gehirn verursacht es Gedächtnisschwäche, Reizbarkeit, Schüchternheit, Veränderungen des Seh- und Hörvermögens sowie Zittern.

Aluminium – Es findet sich in vielen Körperpflegeprodukten von Deos bis Kosmetika, aber auch in Backpulvern, Lebensmitteln, Antazida, im Trinkwasser und in Medikamenten – den Kontakt mit Aluminium zu meiden, ist nahezu unmöglich. Es gilt als Nervengift und wird mit der Entwicklung von Alzheimer und Parkinson in Verbindung gebracht.

Blei – Dank der Verbrennung fossiler Treibstoffe, aber auch durch Bergbau und Produktion, ist Blei ein allgegenwärtiges Umweltgift. Gefahrenquellen sind Wasserleitungen in älteren Häusern, Farben, kontaminierter Boden, Haushaltsstaub, Bleikristall, Kosmetika, Spielzeug, Trinkwasser und bleiglasierte Tongefäße. Es steht im Verdacht, beim Menschen Krebs auszulösen, der Kontakt mit höheren Konzentrationen schädigt Gehirn und Nieren und führt schließlich zum Tod.

Wie essbare Tonerde den Körper entgiftet

Glücklicherweise sind wir Schwermetallen aber nicht ausgeliefert. Insbesondere Zeolith wird als Wundermittel zur Entfernung hartnäckiger Schwermetalle aus dem Körper gepriesen. Wie alle Tonerden enthält auch Zeolith negativ geladene Moleküle.

Einzigartig ist es in seiner Honigwaben-Struktur. Wenn Zeolith den Darmtrakt passiert, werden positiv geladene Giftstoffe (wie Schwermetalle) von den Zeolith-Molekülen angezogen. Ionen werden ausgetauscht und die Moleküle aneinander gebunden, die Toxine werden in die Tonerde »eingeschlossen« und können ohne das Risiko einer Re-Absorption gefahrlos aus dem Körper entfernt werden.

Heilerde in die tägliche Routine einzubauen, ist ganz einfach. Für den Langzeitgebrauch wird die Einnahme von ein bis zwei Teelöffeln – zwischen den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser – empfohlen. Denken Sie daran, den ganzen Tag über viel Wasser zu trinken.

Sicherheitsbedenken

Tonerden sind umstritten, denn die meisten enthalten Aluminium, Quecksilber, Blei und/oder Cadmium. Doch pulverisierte Tonerden sind normalerweise nicht löslich, Schadstoffe, die nach der Reinigung verbleiben, werden fest in die Struktur der Moleküle eingebunden.

Zeolith selbst ist ein aluminiumbasiertes Mineral, es besteht aber keine Gefahr einer Toxizität. Dennoch ist es klug, sich auf renommierte Hersteller zu verlassen, die die Reinheit überprüfen und nur lebensmitteltaugliche Tonerden verkaufen.

Quellen:

dovepress.com

nih.gov

naturalnews.com

globalhealingcenter.com

ksu.edu[PDF]

nih.gov

drsircus.com

abcnews.go.com

Quelle: Kopp-online vom 22.05.2015

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